Effizienz / Online Artikel

Geliebt zu werden ist ein Gefühl, an das man sich gewöhnt. So wie an das Gefühl satt zu sein, ein Dach über dem Kopf zu haben. All das wird mit der Zeit selbstverständlich. Leider. Oder vielleicht auch Gott sei Dank.

Was, wenn mein großes Talent das Lieben ist? Das Fürsorglich-sein. Das Wärme schenken. Was, wenn meine Superkraft etwas ist, das zerbrechlich ist und nicht stark? Etwas das nicht Macht demonstriert? Diese Qualitäten erleben gerade einen massiven Wertverlust zugunsten der Wirtschaft. Man soll sich ein „dickeres Fell“ wachsen lassen. „Wettbewerbsfähig“ sein. Sich nichts „zu Herzen nehmen“. Stark sein, Zähne zeigen. Das Fürsorglich-sein kann sich kaum noch jemand leisten, weder zeitlich noch finanziell (oder ist das inzwischen dasselbe?). Schon gar nicht außerhalb der Familie/ des Freundeskreises. Aber ist Liebe denn wirklich so ineffizient? Ist es nicht gerade das, was der Welt fehlt?

…Davon kann man aber nun einmal nicht leben, keine Familie ernähren. Man wird nicht dafür bezahlt. Es gibt keinen Gegenwert. Und gerade deshalb kann man sie, im Gegensatz zu Nahrung und dem Dach über dem Kopf auch nicht kaufen. Das sollten wir uns dringend wieder ins Gedächtnis rufen. Der Grundbaustein für den Frieden, ist nicht allein die funktionierende Wirtschaft. Ordnen wir dem Unsichtbaren wieder einen größeren Stellenwert zu.

In diesem Sinne:
Danke an alle Menschen die mit Liebe, Freundschaft, Abenteuern, Hilfsbereitschaft, Geborgenheit, Güte, Humor, Verständnis, Wärme, Toleranz und Freundlichkeit etwas zu meinem Leben beigetragen haben, das man nicht mit Geld bezahlen kann.